Deine Stimme

Eine Schallwelle verlässt deine Mund. Ein Wort, ein Laut, oder gar ein ganzer Satz. Die schwingende Luft erreicht deine Ohrmuschel, passiert das Trommelfell, schwingt durch die Hörschnecke, reizt den Hörnerv und landet im Gehirn deines Zuhörers.. Unsichtbar, aber zweifellos hör- und fühlbar hast du einen Menschen berührt. Mit deiner Stimme berührst du täglich Menschen, ohne dir über diese „Macht“ bewusst zu sein. Das Wunderwerk Stimme ist in Betrieb.!!

  1. Wie entsteht unsere Stimme überhaupt?
  2. Vom Klang der Stimme
  3. Hohe und tiefe Stimmen
  4. Die Seele in der Stimme
  5. Die Stimme – das erste Musikinstrument des Menschen
  6. Stimmbildung Online
  7. Wusstest Du, dass…

Die Stimme wird ständig von uns benutzt, ohne das wir darüber nachdenken. Sie ist einfach da. Schon mit dem ersten Schrei, wenn wir als Baby auf die Welt kommen, benutzen wir sie ganz selbstverständlich, im Reflex. Im Laufe der Jahre lernen wir mit der Stimme zu sprechen, Worte zu formulieren und uns mit ihr mitzuteilen.

Wie entsteht unsere Stimme überhaupt.?

Die Stimme ist ein Instrument, der wir unglaublich viele Klänge und Töne entlocken können. Wir schaffen es mit ihr zu verführen oder abschzurecken, zu schreien oder zu flüstern, zu jubeln oder zu weinen – und wir können mit ihr natürlich auch singen. Zugleich ist die Stimme Ausdruck und Spiegelbild unserer Seele.

Die Stimme ist aber kein Organ des menschlichen Körpers, sie existiert eben nicht physisch. Erst wenn wir beginnen Töne zu erzeugen, erklingt sie. Beim Erzeugen der Töne müssen verschiedene Muskeln und Teile unseres Körpers zusammenspielen. Das Atmen – genauer gesagt das Ausatmen – ist der Ursprung eines jeden Tons.

Wen ein Ton entstehen soll, muss zunächst Luft eingeatmet und dann wieder über den Kehlkopf hinausgepresst werden. Am Kehlkopf sitzen die sogenannten Stimmlippen. Wenn nun die eingeatmete Luft wieder aus den Lungen herausgepresst wird, stößt sie auf einen Widerstand – die Stimmlippen. Die Luft drückt nun die elastischen Stimmlippen auseinander.

Durch die Geschwindigkeit, mit der der Luftstrom durch die enge Luftröhre strömt, entsteht nun an den geöffneten Stimmlippen ein Unterdruck, welcher dafür sorgt, dass diese durch den Sog wieder zusammengepresst werden. Dieses Wechselspiel von Öffnen und Schließen der Stimmlippen erzeugt den sogenannten (Primär-)Ton, der auch als Kehlkopfklang bezeichnet wird.

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Vom Klang der Stimme

Die Klangfarbe – also das unverwechselbare Timbre – einer menschlichen Stimme bildet sich unter anderem durch die Anatomie der Resonanzräume, durch die Beschaffenheit des Rachenraums sowie der Mund- und Nasenhöhle. Auch die Zahnstellung, die Zungengröße und die Lippenform spielen bei der Klangfarbe eine Rolle.

Darstellen lässt sich die individuelle Klangfarbe zum Beispiel an einem Musikstück, welches zwei unterschiedliche Sänger vortragen. Auch wenn es die gleichen Töne sind die beide Sänger singen, der Klang ist individuell.

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Hohe und tiefe Stimmen

Stimmen haben aber nicht nur einen individuellen Klang. Sie sind zusätzlich auch noch unterschiedlich hoch oder tief. Darüber entscheidet die Anatomie des Kehlkopfes und die der Stimmlippen. Grundsätzlich gilt: Je kürzer und je schmaler die Stimmlippen sind, umso höher ist die Stimme- und umgekehrt.

So sind zum Beispiel die Stimmlippen eines Neugeborenen nur etwa sechs Millimeter lang. Bei einer erwachsenen Frau mit Sopranstimme hingegen, haben die Stimmlippen etwa eine Länge von rund 15 Millimetern. Bei einem erwachsenen Mann, der eine sehr tiefe Bassstimme hat, werden sie mit rund 25 Millimeter messen.

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Die Seele in der Stimme

Auch wenn jeder Mensch ein unverwechselbares Timbre hat, ist seine Stimme nicht jeden Tag gleich. An der Stimme erkennen wir, ob ein Mensch traurig, depressiv, wütend, beleidigt oder euphorisch ist. Je nach Gemütszustand benutzen wir die Funktionen unseres Stimmapparats ganz unterschiedlich.

Sind wir depressiv, ist unsere Stimme für gewöhnlich langsam und schwach – ohne großen Elan. Dann fehlt unserem Körper die Spannung – ebenso den Stimmlippen. Die Stimmlippen schließen sich dann langsamer und mit weniger Spannkraft, sodass unsere Stimme tiefer und eher gehaucht und dadurch undeutlicher und wenig präsent klingt.

Ganz anders ist es aber, wenn wir gute Laune haben und voller Tatendrang sind. Dann ist der Körper angespannt, wir atmen tief ein und aus, sodass viel mehr Druck auf den sich verkürzenden Stimmlippen ist. Die Stimme klingt höher, die Töne sind deutlich, klarer und lauter. Wenn die Stimmlippen also heftig schwingen, dann erzeugen sie einen hohen Ton. Schwingen sie eher langsamer, dann ist der Ton tiefer.

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Die Stimme – das erste Musikinstrument des Menschen

Was für das Sprechen gilt, gilt ebenso auch für das Singen. Wer singt, braucht dazu auch seine Lunge, den Kehlkopf, die Stimmlippen und die Resonanzräume. Beim Singen werden die Töne länger gehalten und die Vokale mehr gedehnt. Eine besondere Bedeutung nehmen hierbei das Atmen und die Atemtechnik ein.

Die richtige Atemtechnik erlaubt die Steuerung des Atemdrucks und schafft den Raum in unserem Körper, in dem die Stimme das Volumen und ihren Klang entfalten kann. Atmet man in den Brustkorb ein, füllt sich nur der obere Bereich der Lungenflügel und bläht den Brustkorb damit auf. Der untere Teil der Lunge ist wie abgeschnürt und bleibt somit ungenutzt. Versucht man so einen Ton hervorzubringen, klingt dieser zielich verspannt und gepresst.

Das Geheimnis der richtigen Atemtechnik eines Sängers liegt im Bauch – genauer gesagt beim Zwerchfell. Atmet man in den Bauch, zieht die Bauchmuskulatur das Zwerchfell nach unten.

Das Zwerchfell, als Bindeglied zwischen Lunge und Bauchraum, zieht wiederum die Lungenflügel nach unten. So kann sich die einströmende Luft gut und gleichmäßig in den Lungen verteilen und der Brustkorb bleibt dabei entspannt.

Diese Atemtechnik ist der erste Schritt zum richtigen Stützen der Stimme. Beim trainierten Sänger führt das Atmen in den Bauch zu einer Stärkung der Rückenmuskulatur, bis hinauf in die Schultern und in den Nacken. Diese Körperhaltung wirkt auch auf den Kehlkopf und damit auf die Stimmlippen. So wird die Stimme viel kontrollierbarer.

Beherrscht der Sänger diese Atemtechnik, wird sein Körper zu einem großen Klangraum, wie der Körper eines Instruments. Es kommt zu einer vollständigen Umwandlung der Stimmenergie des Atems in Klangenergie.

Dieser Ausgleich zwischen Atemdruck und Stimmlippenspannung führt zum gestützten Ton. Dieses Phänomen kann man gut an einem Experiment demonstrieren: Hält man sich beim Singen eine Kerze vor den Mund, darf diese nicht flackern. Bei einer optimalen Tonproduktion wird also die gesamte Strömungsenergie des Atems in Klang verwandelt.

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Stimmbildung Online

Wäre es nicht schön, wenn Sie mit einer freien und vollen Stimme singen könnten, und Ihre Lieblingsmusik gefühlvoll zum Ausdruck bringen würden? Es ist wirklich jedem Menschen möglich. Warum kommt es trotzdem so häufig vor, dass man enge Töne singt und alles verkrampft, wenn man nur an einen hohen Ton denkt? Wir versuchen die Kehle zu manipulieren, die Töne „herauszuquetschen“ und machen es mit einer steifen Muskulatur nur noch schlimmer. Bei dem Gedanken, es könnte uns jemand zuhören, wird der Atem flach und hoch und wir glauben, keine Luft mehr zu bekommen…

So entsteht ein fataler Irrglaube

Diese falsche Technik bestimmt dann den Klang unserer Stimme, und wie andere über uns denken, ob wir Talent haben oder eben nicht.
Am Ende stellen wir fest, dass wir einfach keine schöne Stimme haben und geben verbittert auf. Bestimmt kennen Sie diese Momente, wo Sie sich denken: „Da muss doch noch mehr Potential in meiner Kehle stecken… das kann doch nicht alles sein…“

So viele Menschen glauben, dass eine schöne Stimme naturgegeben ist oder man hat eben kein Talent. Das stimmt einfach nicht, jeder kann lernen schön zu singen, egal, was die anderen sagen. Ganz gleich ob Sie eine enge, krächzende Stimme haben oder eine schon sehr gute Stimme verbessern wollen: Mit der richtigen Technik ist einfach alles möglich!

Guten Gesangsunterricht zu finden ist schwierig: Hervorragende diplomierte Sänger möchten sich häufig nur mit werdenden Profis beschäftigen und Anfänger wenden sich (fataler Fehler!) an semiprofessionelle Musiker, die nicht wirklich Bühnenerfahrung haben.

Sie werden feststellen, dass dieser Gesangsworkshop viel mehr ist, als nur eine technische Anleitung. Es ist ein Gesangskurs, der berücksichtigt, dass sowohl die Technik als auch die mentale Einstellung einen direkten Einfluss auf den Klang hat. Stimmbildung Online ist keine wissenschaftliche Arbeit. Sie lernen praktischen Methoden, die an lebenden Personen funktionieren! Dieser Workshop ist keinenfalls eine bloße Abhandlung von irgendwelchen Übungen, die Sie rauf und runter singen um Ihre Stimme „warm zu machen“. Jede Übung hat einen tieferen Sinn und baut Ihre Stimme gezielt auf, sodass Fortschritte garantiert sind. Schritt für Schritt erlangen Sie ein Gesamtverständnis über Ihre Stimme.

Ob blutiger Anfänger, Chorist oder Solist. Stimmbildung Online ist für alle, die Stimmprobleme haben oder schon Fortgeschritten sind und mehr aus Ihrer Stimme machen möchten. Wenn Sie bereit sind fleißig zu üben, dann werden Sie den Kurs lieben!

Wusstest Du, dass..

…für mehr als 10 Millionen Menschen im deutschsprachigen Raum, die Stimme ein unverzichtbares Arbeitsinstrument ist.? Es gibt etwa 2,3 Millionen Verkäufer, über 700.000 Lehrer, etwa 720.000 Erzieher, 600.000 Callcenter-Agents und noch viele weitere mehr. Die Stimmen dieser Vielsprecher werden jeden Tag zu Höchstleistungen getrieben.

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